Presse

Jedermann/Leben.Sterben.Schwerkraft.

Oberösterreichische Nachrichten, Peter Grubmüller:

“… Sympathie wird meist ohne rationales Fundament verteilt. Das ist etwas, das zupackt und nicht mehr loslässt. So wirkt Josef Maria Krasanovskys Theater- Panoptikum … Diesen bezaubernden Spaß pflastert er mit irren Allegorien (Sterne, Äpfel, Stiere, Indianer, Schwarzer Peter, Schwarze Petra…) zu einem Highway der Absurdität … … Vom insgesamt blendenden Ensemble angestiftet, bäumt sich ein eineinhalbstündiges Agoniefieber auf, in dem man gerne schwitzt, lacht und grübelt … Ein vor Lust und Absurdem schreiender Abend über die Vergänglichkeit, von einem mitreißenden Ensemble famos angeheizt. ”

Kronenzeitung, Elisabeth Rathenböck:

“Gewagter Klassiker …. Im Linzer Theater Phönix inszeniert Josef Maria Krasanovsky die Revue „Jedermann. Leben. Sterben. Schwerkraft“ …
Der wahnwitzige, exaltierte und sehenswerte Bilderbogen tastet ab, was wir aufführen, bevor es ab in die Grube geht … Autor und Regisseur Krasanovsky gelingt es, die Essenz zu destillieren. Sogar höchst aktuell! … Das geschieht mit tänzerischen Einlagen, Showgehabe, Glitzer und Glamour sowie absurden, tiefgehenden, ja sogar anstößigen Dialogen … Heftiger Beifall für die gewagte, ungewöhnliche Annäherung an den Festspiel-Klassiker!”

Nachrichten aus dem Schleudersitz

​„Nachrichten aus dem Schleudersitz“ bringt echte arge Lebensgeschichten drastisch auf die Bühne des Wiener KosmosTheaters. (Kurier) mehr hier.

Minna von Barnhelm – Salzburger Landestheater

»Minna von Barnhelm«, das Lustspiel von Gotthold Ephraim Lessing ist in der Premiere der Salzburger Kammerspiele tatsächlich ein lustiges Spiel mit Neben- und Abgründen, mit Volten und Verlorenheiten. Die Besetzung, die sich Astrid Großgasteiger (Regie), Manuela Weilguni (Ausstattung) und Friederike Bernau (Dramaturgie) ausgesucht haben, ist mit den jungen Darstellern Clemens Ansorg (von Tellheim), der bewährten Claudia Carus als Minna, Diana Marie Müller (Franciska), den »Haudegen« Werner Friedl und Walter Sachers eine Aufführung, die aufrüttelt.«

Kronenzeitung

»Claudia Carus singt und spielt als Minna, so gut sie kann, alle Aktionen sind von schwungvollem Temperament geprägt. […]

Salzburger Nachrichten
»Astrid Großgasteiger hat Gotthold Ephraim Lessings Soldatenkomödie aus dem Jahre 1767 kräftig entstaubt und mit einem jungen, engagierten Ensemble als flottes Lustspiel mit viel Musik in Szene gesetzt. So wird aus einer eher trockenen Schullektüre ein unterhaltsamer Theaterabend, der auch junges Publikum ansprechen dürfte.«

Dorfzeitung

Das Tagebuch der Anne Frank – Salzburger Landestheater

Die aus Berlin stammende Schauspielerin Claudia Carus, die im Landestheater derzeit auch als „Pippi Langstrumpf“ unterwegs ist, versetzt sich wunderbar hinein in den bereits sehr erwachsenen, doch auch immer wieder quirligen und temperamentvollen Charakter der Anne Frank.

DrehPunktKultur

Claudia Carus überzeugt in der Rolle der kleinen Anne, die in diesen zwei Jahren der Gefangenschaft eine Wandlung erlebt. Aus dem fröhlichen, munteren Kind, das mit seinem gesunden Egoismus die Mitbewohner nervt, wird schließlich eine nachdenkliche junge Frau, die sich dem Ernst der Lage stellen muss. […] Anna Stiepani hat die als Jugendstück konzipierte Szenische Lesung eingerichtet. […] „Das Tagebuch der Anne Frank“ ist ein bewegendes und zugleich authentisches Zeugnis der Schrecken der NS-Herrschaft, das deshalb gerne auch als Schullektüre im Geschichtsunterricht verwendet wird. Claudia Carus schafft es mit diesem Monolog, der zugleich erfrischend und bewegend, erschütternd und schockierend ist, sowohl Erwachsene als auch Jugendliche zu berühren.

Dorfzeitung

Pippi Langstrumpf – Salzburger Landestheater

Dass sich das vorwiegend junge Publikum da 75 Minuten lang bestens unterhalten fühlt, liegt nicht nur an Astrid Lindgrens Geschichte, sondern auch an der kurzweiligen Inszenierung der schwedischen Regisseurin Gunilla Hallström. […] Claudia Carus ist als quirlig-freche Pippi bis auf zwei halbminütige Pausen im Dauereinsatz, tanzt, singt und blödelt, voller Verve bis zum letzten Streich. Philipp Andreas Sivers und Hanna Kastner sind als Tommy und Annika ideale Partner – ebenso wir Britta Bayer als spießige Waisenratsvorsitzende. Bei den jungen Besucherinnen und Besuchern kommt das an: Sie bedankten sich bei der Premiere am Sonntag mit anhaltendem Beifall.

Salzburger Nachrichten

Astrid Lindgrens Romanfigur tanzt, singt und bezaubert in einer Inszenierung von Gunilla Hällström im Landestheater. […] Der große Kinder-Klassiker aus Schweden muss in den komprimierten 75 Minuten der Landestheater-Aufführung auf nichts Essentielles verzichten. Fester gedrückt werden die Hände von Papas, Mamas und Omas, als die beiden Räuber begleitet von Hubschrauberlärm auftreten, sie überlistet schlussendlich natürlich das stärkste Mädchen.

Kronenzeitung

Claudia Carus genießt ihre Rolle als unbekümmerte Pippi, die sich dank ihrer Stärke und ihres Reichtums alles erlauben kann. […] Ein starker Kontrast zur wilden Pippi sind die adrett gekleideten und stets gut frisierten Geschwister Tommy und Annika (Philip Andreas Sievers und Hanna Kastner), doch wenn es um ihre Pippi geht, schrecken sie selbst vor einem Kampf mit Polizisten nicht zurück. Britta Bayer ist als Frau Prysselius auf Sauberkeit und Ordnung bedacht und legt ihren Desinfektionsspray nicht aus der Hand, als freches Schulkind hingegen ist sie von den Streichen der kleinen Pippi schwer begeistert. Ebenso wie Walter Sachers-von Philippovich und Gero Nievelstein halten sie ständige Kostümwechsel auf Trab. […] Das entzückende Musical hat die Kinder restlos begeistert, kein Wunder, dass einige das Stück sofort noch einmal sehen wollten.

Dorfzeitung

Schon die aufregende Kulisse entlockt den jungen Zuschauern im ersten Moment ein staunend-freudiges Murmeln. […] Regie dieses Bühnenstücks nach dem Kinderbuchklassiker von Astrid Lindgren führt die Schwedin Gunilla Hällström zusammen mit der Choreografin Nicole Viola Hinz-Schouwstra. Die rotbezopfte Pippi im Tupfenkleid und mit verschiedenfarbigen Schuhen wird von Claudia Carus verkörpert. Sie wirkt in ihrem Temperament und ihrer Spiel-Leidenschaft gar nicht wie eine Erwachsene, die in die Rolle eines Kindes schlüpft. Auch Hanna Kastner und Philipp Andreas Sievers als die beiden wohlerzogenen Spielkameraden von nebenan, Annika und Tommy, sind in ihren Darstellungen sehr überzeugend. Britta Bayer mimt nicht nur die köstlich echauffierte „Prüsseliese“, sondern auch den Dieb Blom, ein recht witziges Schulkind und einen Matrosen. Walter Sachers und Gero Nievelstein haben unter anderem als Polizisten, Donner-Karlsson und Lehrer jede Menge kurioser Auftritte.

DrehPunktKultur

„Die Jungfrau von Orleans“ – eine Kriegerin in göttlicher Mission – Salzburger Landestheater

Friedrich Schillers „romantische Tragödie“ wurde bei der Uraufführung 1801 in Leipzig triumphal aufgenommen und gehörte bald zu den am meisten aufgeführten Stücken des Dichters. Religiöser Fanatismus ist heute ein überaus aktuelles Thema, auch wenn keine Jungfrauen, sondern Schwarze Witwen als Selbstmordattentäterinnen für Schlagzeilen sorgen.

Von Elisabeth Pichler.

Thibaut d’Arc macht sich Sorgen um seine schöne Tochter Johanna. Diese sitzt verträumt am Fenster, spielt Gitarre und denkt nicht im Traum an eine Hochzeit. Als sie von der Misere Frankreichs erfährt – die Engländer rücken unaufhaltsam heran – fühlt sie sich dazu berufen, ihr Land zu retten: „Eine keusche Jungfrau vermag viel.“ Aus dem einfachen Hirtenmädchen wird eine gottgesandte Prophetin, die im Auftrag der Gottesmutter in die Schlacht zieht. Für den schwächlichen König Karl VII. auf seinem wackeligen Thron ist sie die letzte Rettung. Johanna wird zur gnadenlosen Kämpferin auf dem Schlachtfeld. Als sie jedoch einem jungen Engländer zu tief in die Augen schaut, schafft sie es nicht, ihn zu töten. Diese Schwäche sieht sie als Schande, sie beginnt, an sich selbst und ihrer Sendung zu zweifeln. Man wirft ihr Ketzerei vor und sie hat nicht die Kraft, sich dagegen zu wehren, ihrer Verurteilung sieht sie gelassen entgegen: „Kurz ist der Schmerz und ewig ist die Freude.“

 

Die Bühne (Stefan Mayer) wird von einem riesigen Asteroiden-Bild beherrscht und diese explodierenden Gesteinsmassen geben der Geschichte, die eigentlich 1430 während des Hundertjährigen Krieges spielt, etwas Futuristisches. Engländer und Franzosen liefern sich grandios choreografierte Schlachten. Der bekannte Kampfchoreograph Volker Ullmann hat den Kriegern ein strenges Trainingsprogramm auferlegt, das Ergebnis ist beeindruckend. Für eher heitere Szenen sorgt der schwache König (Christoph Wieschke), der sich unfrisiert und ungepflegt im Schlafanzug auf seiner königlichen Schaukel vergnügt, sein Thron wackelt also gewaltig. Seine geliebte Agnes (Christiane Wetter) hat zwar einen leicht ordinären Touch, doch strahlt sie wesentlich mehr Mut aus. Claudia Carus verkörperte die Johanna als wilde Amazone, die zur Entspannung oftmals zur Gitarre greift.

 

Klaus Hemmerle hat Schillers Klassiker erfrischend rasant inszeniert. Die vielen Schülerinnen und Schüler werden, wenn sie im Rahmen ihres Deutschunterrichts eine Vorstellung besuchen, sicherlich begeistert sein. Das Premierenpublikum spendete freundlichen Applaus und durfte anschließend noch Prof. Lutz Hochstraate, den langjährigen Intendanten des Salzburger Landestheaters, begrüßen, der von Carl Philip von Maldeghem die Ehrenmitgliedschaft des Theaters verliehen bekam. Gratulation.

 

Die Jungfrau von Orleans“ – Eine romantische Tragödie von Friedrich Schiller. Inszenierung: Klaus Hemmerle. Ausstattung: Stefan Mayer. Kampfchoreographie: Volker Ullmann. Dramaturgie: Tobias Hell. Mit: Claudia Carus, Axel Meinhardt, Sebastian Fischer, Gero Nievelstein, Christoph Wieschke, Christiani Wetter, Beatrix Doderer, Marco Dott, Peter Marton, Florian Stohr, Armin Jung, Robert Herrmanns. Foto: SLT

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